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Bundesverdienstorden für Renate Reymann
Geschrieben von: Administrator Donnerstag, den 22. März 2012 um 06:38 Uhr
Schwerin (kobinet) Im Namen des Bundespräsidenten hat Erwin Sellering, Ministerpräsident von Mecklenburg-Vorpommern, Renate Reymann das Verdienstkreuz am Bande des Verdienstordens der Bundesrepublik Deutschland überreicht. Gewürdigt wurde damit das mehr als 20-jährige ehrenamtliche Engagement der Präsidentin des Deutschen Blinden- und Sehbehindertenverbandes (DBSV) zugunsten blinder und sehbehinderter Menschen.
Renate Reymann war einem Bericht von DBSV-direkt zufolge im September 1990 Gründungsmitglied des Blinden- und Sehbehindertenvereins Mecklenburg-Vorpommern und setzte sich in den Jahren nach der deutschen Wiedervereinigung für den Aufbau der Selbsthilfestrukturen in ihrer Heimat ein. Auch im Vorstand des Deutschen Blindenverbandes (heute DBSV), in den sie bereits 1990 gewählt wurde, war ihr das Zusammenwachsen der Landesvereine in Ost und West ein besonderes Anliegen. Der Tradition in der DDR folgend, hat sie sich unter anderem für die Öffnung des Verbandes für die Belange sehbehinderter Menschen stark gemacht, was 1998 zur Umbenennung in Deutscher Blinden- und Sehbehindertenverband (DBSV) führte. Seit 2006 erhebt Renate Reymann als Präsidentin des DBSV ihre Stimme, um in Deutschland wie auch im internationalen Kontext für die gleichberechtigte Teilhabe blinder und sehbehinderter Menschen zu kämpfen.
In seiner Ansprache in der Schweriner Staatskanzlei dankte Ministerpräsident Sellering Renate Reymann für ihr Engagement. "Seit vielen Jahren setzen Sie sich auf Landes- und Bundesebene für blinde und sehbehinderte Menschen ein, fördern deren selbstbestimmtes Leben und übernehmen gesellschaftliche Verantwortung. Ihr Wirken verdient umso größeren Respekt, als Sie in Ihrer Sehfähigkeit selbst stark eingeschränkt sind." Von der Netzhautdegeneration Retinitis Pigmentosa betroffen, suchte Renate Reymann 1989 zunächst Kontakt zur damaligen Deutschen Retinitis Pigmentosa Vereinigung (heute PRO RETINA Deutschland). Für das Verdienstkreuz am Bande ist sie von Helma Gusseck, der Vorsitzenden der PRO RETINA-Stiftung zur Verhütung von Blindheit, vorgeschlagen worden, heißt es in DBSV-direkt. moh
rheinland-pfälzischen Fußballstadien vorbildlich
Geschrieben von: Administrator Mittwoch, den 07. März 2012 um 06:52 Uhr
Mainz/Kaiserslautern (kobinet) Der Landesbehindertenbeauftragte von Rheinland-Pfalz Ottmar Miles-Paul hat die vielfältigen Angebote für Menschen mit Behinderungen in den rheinland-pfälzischen Fußballstadien gelobt und als gute Beispiele für die Inklusion hervorgehoben. Nachdem der selbst sehbehinderte Behindertenbeauftragte zuerst das Spiel des FSV Mainz 05 gegen den 1. FC Kaiserslautern in Mainz besucht hat, testet er demnächst die Angebote zur Barrierefreiheit im Stadion in Kaiserslautern.
"Beim Besuch der Fußballstadien in Mainz und in Kaiserslautern kann man erleben, wie die Teilhabe behinderter Menschen ganz praktisch verwirklicht werden kann. In Mainz reicht dies von der speziellen Begrüßung der Fußballfans mit Behinderungen durch den Stadionsprecher und der hohen Zahl der Plätze für Rollstuhlnutzerinnen und –nutzer über die ganz selbstverständliche Einbeziehung von Menschen mit Lernschwierigkeiten und psychischen Beeinträchtigungen bis zur Kommentierung des Fußballspiels für blinde und sehbehinderte Fußballfans über spezielle Empfänger. Dadurch ist es im Mainzer Stadion normal, verschieden zu sein", erklärte Ottmar Miles-Paul. Der Landesbehindertenbeauftragte nutzte bei seinem Stadionbesuch in Mainz selbst den Service der Spielkommentierung für blinde und sehbehinderte Fußballfans, der es ihm ermöglichte trotz Sehbehinderung dem Spiel folgen zu können.
"Eine Vielzahl von Angeboten für behinderte Fußballfans gibt es auch im Stadion des 1. FC Kaiserslautern schon seit vielen Jahren. Als Austragungsort der Fußballweltmeisterschaft wurden im Jahr 2006 bereits viele Aktivitäten für einen barrierefreien Stadionbesuch umgesetzt, die behinderten Fußballfans einen gleichberechtigten Stadionbesuch ermöglichen. Diese Erfahrungen wurden auch an die Organisatoren der Fußball Weltmeisterschaft in Südafrika weiter gegeben. "Nachdem ich selbst bei der Fußballweltmeisterschaft den tollen Service in Kaiserslautern erleben durfte, freue ich mich, demnächst die verschiedenen Angebote zur Inklusion behinderter Fußballfans in Kaiserslautern einmal wieder live erleben zu können", erklärte Ottmar Miles-Paul. Der Landesbehindertenbeauftragte hofft, dass diese positiven Beispiele auch auf andere sportliche Veranstaltungen ausstrahlen und dass auch dort eine gleichberechtigte Teilhabe für Menschen mit Behinderungen ermöglicht wird. "Denn gerade beim Sport lernt man sich kennen, und es heißt nicht umsonst ‚Sport verbindet‘," so Miles-Paul. moh
Trainingskurs im Langlauf-Mekka Ramsau
Geschrieben von: Administrator Donnerstag, den 01. März 2012 um 07:28 Uhr
Wien (Behindertensport-News.de) - In der Ramsau am Dachstein fand ein Trainingskurs statt. 13 blinde und sehbehinderte Sportler haben mit ihren Begleitsportlern bei besten Loipenbedingungen die Möglichkeit genützt, ihre Lauftechnik und Kondition zu verbessern.
Erstmals gab es auch für die Teilnehmer eine völlig neue Erfahrung: Fahrt mit einem Schlepplift und dann die lange Abfahrt mit Langlaufschiern auf der Schipiste! Pflugbogen, Umtreten und verschiedene Möglichkeiten den Blinden hinunterzulotsen wurden dabei geübt. Fast alle Kursteilnehmer waren am 25. und 26.2.2012 bei der ÖSTM Schi nordisch in der Ramsau am Start.
Die Hälfte der Bevölkerung nimmt Menschen mit Behinderung nicht wahr
Geschrieben von: Administrator Donnerstag, den 23. Februar 2012 um 12:36 Uhr
Im Jahr drei der UN-Behindertenrechtskonvention am 24. Februar leben Menschen mit und ohne Behinderung noch nicht so selbstverständlich zusammen, wie es die Konvention vorsieht. Eine aktuelle Umfrage der Aktion Mensch und Innofact ergab: 55 Prozent nehmen die rund 10 Millionen Menschen, die in Deutschland mit Behinderung leben, nicht wahr. Jeder Dritte hat überhaupt keinen Kontakt zu Menschen mit Behinderung. Vor allem in Schulen und Kindergärten ist der Gedanke der Inklusion noch nicht angekommen. Zwar glauben 30 Prozent der Befragten, dass Bildungseinrichtungen mittlerweile gut auf die Bedürfnisse von Menschen mit Behinderung eingestellt sind. Vom gemeinsamen Leben und Lernen kann in der Wahrnehmung aber nicht die Rede sein: Nur acht Prozent der befragten Erwachsenen geben an, in Bildungseinrichtungen regelmäßig Kontakt zu Menschen mit Behinderung zu haben.
„Die meisten Befragten sind der Überzeugung, dass wir auf dem Weg zu einem ganz normalen Zusammenleben noch ein großes Stück zurücklegen müssen. Der Knackpunkt ist, dass Menschen mit und ohne Behinderung nach wie vor zu wenig übereinander wissen und kaum Berührungspunkte haben“, sagt Martin Georgi, Vorstand der Aktion Mensch. „Wir wollen Anspruch und Realität in Deutschland weiter annähern. Es macht Hoffnung, dass der Wille zur inklusiven Gesellschaft da ist. Den allermeisten Menschen ist es ein echtes Anliegen, die Lücke zu schließen. Dieses Bedürfnis müssen Politik und zivilgesellschaftliche Akteure in gelebte Empathie, Engagement und Handeln umsetzen.“
Die meisten Kontakte von Menschen mit und ohne Behinderung finden am Arbeitsplatz statt: obwohl 43 Prozent der Befragten meinen, dass Menschen mit Behinderung eher schlechte Chancen am ersten Arbeitsmarkt haben, arbeiten 29 Prozent der Befragten mit Menschen mit Behinderung zusammen.
Die Aktion Mensch sieht eine wichtige Aufgabe darin, Inklusion in unserer Gesellschaft voranzubringen. Mit der Unterstützung von rund 4,6 Millionen Lotterieteilnehmern fördert die Aktion Mensch jedes Jahr zahlreiche Projekte, die Berührungspunkte schaffen und helfen, Barrieren abzubauen – in der Schule, am Arbeitsmarkt und im öffentlichen Leben. Einen aktuellen Film und zahlreiche Infos zum Thema Inklusion finden Sie unter: www.aktion-mensch.de/inklusion
Frankfurt: blinde Fußgängerin angefahren
Geschrieben von: Administrator Dienstag, den 21. Februar 2012 um 07:44 Uhr
Frankfurt (ots) - Bereits am Montag, 13.02.12, kam es zu einem Unfall in der Albert-Schweitzer-Straße, bei der eine blinde Fußgängerin von einem rückwärts fahrenden Auto angefahren wurde. Der Fahrer habe angehalten und gefragt, ob alles in Ordnung sei. Kurz darauf ist er aber wieder eingestiegen und weggefahren.
Die 50 jährige Frau wollte um 14.15 Uhr die Albert-Schweitzer-Straße in Höhe der Hausnummer neun überqueren und war bereits zwei Schritte auf die Fahrbahn getreten, als sie das Anlassen eines Motors hörte. Das Fahrzeug fuhr rückwärts und berührte die Frau, die auf die Fahrbahn stürzte. Der männliche Fahrer stieg aus, half der Frau sich auf die Bordsteinkante zu setzen und fragte nach ihrem Befinden, bevor er wieder wegfuhr. Sie war mit einem weißen Mantel bekleidet und führte Blindenstock und einen Blindenführhund mit sich.
Die geschockte Frankfurterin ging zunächst nach Hause und erst später zum Arzt, der eine Kniefraktur feststellte.
Die Polizei sucht nun zur genauen Klärung nach dem Fahrer, zu dem keinerlei weiteren Angaben gemacht werden können. Zeugen des Vorfalls werden gebeten, sich unter der Telefonnummer 069 - 755 46255 mit dem Zentralen Verkehrsunfalldienst in Verbindung zu setzen.
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